Karl Siegmeier

Karl Siegmeier Am 16. September 1989 erhielt unsere Sportstätte den Name "Karl Siegmeier".Karl Siegmeier wurde am 25.04.1895 in Leipzig-Knautkleeberg geboren. Er besuchte von 1901 bis 1909 die Volksschule und erlernte dann von 1909 bis 1912 den Beruf eines Rauchwarenzurichters. Nach seiner Lehrzeit arbeitete er in seinem Beruf, als Bauarbeiter und Gießereiarbeiter, verrichtete Gelegenheitsarbeiten und war auf Grund seiner politischen Arbeit lange arbeitslos.

1914, mit Beginn des 1. Weltkrieges, wurde auch Karl Siegmeier eingezogen und an die Front geschickt. Mit Verwundungen an der Hand und am Bein kam er wieder nach Hause. 1917 heiratete er und zieht nach Großzschocher. Er hatte mit seiner Frau zwei Kinder, wovon eins noch als Kleinkind verstarb und der geliebte Sohn seit der Schlacht um Stalingrad im 2. Weltkrieg vermißt blieb.

Karl Siegmeier schliesst sich in jungen Jahren der revolutionären Arbeiterbewegung an, beeinflusst durch das progressive Elternhaus. Im Jahre 1920 wurde er Mitglied der KPD. Er hatte bereits Erfahrungen im politischen Kampf, insbesondere durch seine Tätigkeit im Arbeitersport. Schließlich wurde er als Zellenleiter der KPD im Stadtteil Großzschocher eingesetzt. Den bürgerlichen Kreisen und den Faschisten schon immer ein Dorn im Auge, wurde er 1934 verhaftet, im Zuchthaus Zwickau inhaftiert und von dort 1938 in das Konzentrationslager Buchenwald verschleppt. Insgesamt mußte er fast 12 Jahre in Konzentrationslagern erleiden. An der Selbstbefreiung des KZ Buchenwald war er beteiligt. Goldene Hochzeit Karl Siegmeier und Frau

Karl Siegmeier und die 1. Nach der Rückkehr nach Leipzig leistete er viele Stunden beim Aufbau der Alfred-Rosch-Kampfbahn, der Sportstätte der neu entstandenen BSG Stahl LES. Er stellte der Leitung der Sektion Fussball wiederum seine Erfahrungen zur Verfügung.

Er wirkte als Betreuer der 1. Männermannschaft und gab sein ganzes Herz den jungen Sportfreunden. Am 17.09.1969 verstarb Karl Siegmeier im Alter von 74 Jahren. (Auszüge aus der Rede zur Namensgebung der Karl-Siegmeier-Sportanlage am 16.09.1989)